Samstag, 4. Mai 2013

Frankfurter Possen - oder: wenn's im Kopf mal aussetzt...

Sicher hat jeder von uns schon mal Aussetzer im Kopf gehabt. Flüchtigkeitsfehler und Fahrigkeit, kurzfristige Konzentrationsstörungen, wiederholte Wortfindungsstörungen; oft eine Streßreaktion aufgrund von Überlastung oder Erschöpfung, gelegentlich sind durchaus auch Kreislaufprobleme bei niedrigem Luft- und/oder Blutdruck ursächlich. Denkbar wären eventuell ebenfalls Amnesien aufgrund exzessiven Rausch- oder Suchtmittelgenusses.

Letzteres wollen wir natürlich beim Staatsanwalt Bloch, der am 29. April und am 3. Mai dieses Jahres so leidenschaftslos - ach was: lustlos! - das deutsche Volk gegen den bekannten Querkopf und Scharfdenker Dr. med. Adam Poznanski staatsanwaltlich zu vertreten vorgab, in Wahrheit aber wohl eher als Polenz'scher Ankläger zu erscheinen sich nicht scheute, keineswegs unterstellen. Im Gegenteil: wir schließen das mit dem Rausch- oder Suchtmittelgenuß bereits aufgrund fehlender äußerlicher Merkmale sowie aufgrund allgemeiner Lebenserfahrung aus; ganz sicher hat dieser blasse Zeitgenosse weder die Neigung zu härteren Drogen - schon gar nicht zu illegalen - noch zu Nikotin oder Alkohol, er dürfte wohl eher der Kinderschokolade-Typ sein. Auch Spiel- und Kaufsucht scheinen fast nahezu  ausgeschlossen, selbst außerplanmäßige geschlechtliche Neigungen vermag sich der unvoreingenommene Betrachter bei dieser Person kaum vorstellen, selbst bei wildester Phantasie und äußerster Bereitschaft, gewagt oder gar ungehemmt zu denken...


Um so erstaunlicher... 

...was sich am zweiten Tag des sich zum Mammutprozeß entwickelnden Tribunals - das weitergeführt wird wegen, nachdem von sieben Punkten fünf eingestellt waren, angeblicher "Beleidigung" der gerichtsnotorisch multiplen Lügnerin Irena Wachendorff durch zwei seiner Formulierungen - dann allerdings ereignete, das ließ das Publikum erstarren, den greisen Richter irritiert und desorientiert blinzeln, und den Angeklagten Dr. Adam Poznanski zornig aufspringen.


Ganz neu: der Staatsanwalt duzt den Angeklagten

Unvermittelt begann der Staatsanwalt Bloch nämlich, den Angeklagten mit "Du" anzureden. 


Dr. Poznanski: "Haben Sie mich eben geduzt?" 
StA Bloch: "..." (wird blaß) 
Dr. Poznanski: "Also, das will ich jetzt wissen! Haben Sie mich eben geduzt?" 
StA Bloch: "..." (wird rot)  
Dr. Poznanski: "Also, hohes Gericht, ich bitte darum, das jetzt hier sofort zu klären!" 
Richter Biernath: "..." (sieht zum StA Bloch)
StA Bloch: "..." (rutscht unruhig auf dem Stuhl herum) 
Dr. Poznanski: "Herr Staatsanwalt, kennen wir uns von früher? Sind wir uns schon begegnet? Oder warum duzen Sie mich? "
StA Bloch: "..." (schüttelt stumm den Kopf, wühlt nervös in seinen Unterlagen)
Dr. Poznanski:  "Ach so, Sie meinen, den Juden kann man ja duzen, oder?! Dann sagen Sie vor einem deutschen Gericht demnächst doch gleich: 'Hey Jude'!" 
StA Bloch: "...nein..."  
Richter Biernath: "Also, Herr Staatsanwalt, vielleicht entschuldigen Sie sich einfach für Ihren Versprecher...?!"  
StA Bloch: "Ja, Herr Dr. Poznanski, ich entschuldige mich dafür, daß ich Sie mit 'Du' angesprochen habe." 
Dr. Poznanski: "Angenommen." 


Sprach's, und fuhr fort in seinem Vortrag. Allein dieses unterirdische Erlebnis war den Aufwand, diesem Jahrhundertprozeß (wegen § 185 StGB!) Zeit und Energie zu widmen, durchaus wert. Aber was hat unseren Staatsdiener hier geritten? Eine freudsche Fehlleistung? Der Wunsch nach Nähe? Friedenssehnsucht?


Das Fehlverhalten und die Dienstaufsicht 

Das ganze Ereignis wird selbstverständlich dem Dienstherrn des Herrn Bloch zur Kenntnis gegeben werden. Denn möglicherweise liegt hier - bei allem notwendigen Respekt - eine mentale oder psychische Erkrankung vor, die allein wegen der Fürsorgepflicht des Dienstherrn für seinen Beamten dringend der Anamnese, der Diagnose und gegebenenfalls dann eben auch einer spezifischen Therapie bedarf.

Dieser Staatsanwalt ist zwar in Kürze im Erholungsurlaub, doch man sollte schon wirklich alle möglichen Quellen solchen erheblichen Fehlverhaltens prüfen. Und dann eben auch radikal abstellen. Im Namen des Volkes, vor allem aber im Sinne einer wirklichen Rechtspflege. Schließlich wollen wir doch weiterhin zivilisiert miteinander umgehen, auch vor Gericht. Oder?


Kommentare:

  1. Eine Klüngelei des Richters mit der Zeugin, Polenz und der StA im Sinne Vorverurteilung aus rassischen Motiven, wird allenthalben behauptet. Ich sehe das anders! Bloß weil ich besser aussehe und besser im Kopf und von Charakter bin als dieser Bodensatz aller Akademiker, sollen die mich hassen? Neee, warum denn? Hasst ein Primat seine Pfleger? Ich denke dass man eher der ökonomischen Spur folgen sollte. Habe bereits Nachforschungen angestellt, bezüglich der Pfründe die P. den Beteiligten versprochen hat und nichts davon einhalten wird können. Man glaubt gar nicht wie nett manche Beamte sein können, wenn man Herrn Biernath in Aktion sieht. Dabei ist es wohl nur sein diabetischer Fuß der schmerzt; da muss man doch Verständnis haben, wenn sein BZ-Spiegel Kapriolen schlägt, er weiß es einfach nicht besser. Vielleicht ist er ohne Vater aufgewachsen? Vielleicht ist er einsam? Sicher ist eines: Er ist ein Mann der immer pünktlich um 6:30 Uhr aufsteht, egal wie spät es ist.

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    1. Um 06:30 Uhr? Ja, das wird es sein, diese Luschen müssen schon früher aufstehen, wenn sie Leute wie Dich oder mich dissen wollen. - Alter Spruch in meiner Familie: wer mit den großen Hunden pinkeln gehen will, der muß auch das Bein hoch genug heben können.

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  2. Auch wie er dich in der Pause verhörte, ob du von der Presse wärest....!? Polenz lässt grüßen. Na ja, für den festen Stand auf der FDGO braucht es mehr als den Missbrauch der StPO. Das werde ich dem Herrn beibringen! Da werde ich noch dein Zeugnis brauchen, denn ich glaube nicht dass mein Dugashwili-Laiendarsteller merkt wann er besser das Handtuch werfen sollte. Du weißt ja wen er dank dir übersah. Gut gemacht Kay, aber schon pervers, dass man sich als Zuschauer bei einem öffentlichen Prozess rechtfertigen oder tarnen muss, um solchen Menschen das Handwerk zu legen.
    Hast du sein plötzliches Rechtsstaat-Säuseln bemerkt sofort nach der Ablehnung wegen Befangenheit? Für eine Sekunde dachte ich, er freut sich den Fall los zu sein, aber nein, der ist einfach zu deutsch, dieser Richter, selbst für einen sehr, sehr deutschen Kollegen ist der Mann viel zu deutsch. Futtert wenn die Kasse am Monatsanfang noch stimmt ganz alleine sein Süss-Sauer beim Chinesen im Arabella. Sowas lassen die auf mich los? Eigentlich sollte er mich dauern, aber irgendwie gelingt es mir nicht Verständnis für den geronten Schreier zu gerieren. Schade, ich kämpfe eigentlich ungern gegen Schwache, Invaliden und chronisch Kranke, aber wenn er es darauf anlegt in meiner Liga mitzumischen zum Nachteil der Juden - und das als Germane - dann hängt er wohl seine aborale Digestionsapertur höher denn er sich entleeren wird können.

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    1. "...ich kämpfe eigentlich ungern gegen Schwache, Invaliden und chronisch Kranke..." - ich habe auch gewisse Beißhemmungen gegenüber körperlich Behinderten oder geistig dermaßen Unterlegenen, aber wenn die solcherart den Zampano spielen, dann gibt es natürlich eine Grenze, jenseits derer ich gerne "beiße". Jedenfalls fängt die Geschichte jetzt erst an. Denn die Beflissenheit des Staatsanwalts, der acht Stunden nach Veröffentlichung meines erstens Post in diesem Blog das bereits als Ausdruck ins Gericht mitbrachte, die ist schon dermaßen preußisch - in jener schlimmen Mischung aus hündischer Unterwürfigkeit, vorauseilendem Gehorsam, unbedingtem Machtanspruch und amoralischem Vernichtungswillen.

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  3. Und das ist wirklich so passiert? Der Staatsanwalt duzt den Angeklagten? Ist ja eigentlich eine Beleidigung, oder?

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    1. Ja, das ist eine Beleidigung. Auch der Ersatz-Staatsanwalt musste sich dann gleich bei Adam entschuldigen (am Tag 3)

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